Geschichtliches

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Die zarathustrische Lehre, Religion ist aus der Mitte der arischen Völker entstanden. Bei den Ariern handelt es sich um Menschengruppen, die aus der Gegend von Nord-Iran-Südrussland nach Südosten (Indien) und nach Westen (Europa) wanderten.
Die meisten Altertumsforscher halten den Nordosten Irans für die ursprüngliche Heimat der Arier. Die Arierwanderung soll nach Meinungen der Asienkenner und Alterstumforscher etwa 4000 v. Chr. stattgefunden haben.

Dort wo die Arier sich niederließen, akzeptierten sie auch schnell die Kulturen ihrer jeweiligen neuen Heimat. Aufgrund dieser arischen Wanderung und Vermischung der ursprünglichen Arier mit den Menschen aus den neuen Ländern, die sie endgültig bewohnten, gab es schon damals keine so genannten “reinrassigen Arier” mehr.
Wer heute von Menschen arischer Rasse spricht, kann nur von einer bestimmten Menschenrasse reden, die in einer Zeit von 3500 Jahren v. Chr. Gelebt hat. Die Arier, die die iranische Ebene als Heimat gewählt hatten, nannten ihre neue Heimat IRAN, was “Land der Arier” bedeutet.

Bevor Zarathustra mit seiner Lehre bei den iranischen Ariern auftauchte, herrschten dort vorwiegend Naturreligionen, die aus der Angst und dem Respekt vor unberechenbaren Naturkräften entstanden waren.
Einer dieser sehr weit entwickelten iranischen vorzarathustrischen Religionen war der Mithraismus, den man auch “Sonnengott-Religion” nennt. Wir wissen mit Sicherheit, dass alle blutigen Opferrituale aus diesen Naturreligionen hervorgegangen sind. Der Mithraismus spielte lange Zeit in der Entstehung eines Teils der iranischen Kultur eine wichtige Rolle.

Religionsgeschichtlich gesehen sind Zarathustrismus und Judentum die zwei ältesten monotheistischen Religionen der Welt. Die Unterschiede zwischen diesen beiden Religionen sind beachtenswert und von großem Aufklärungswert.
Ein wichtiger Unterschied liegt darin, dass das Judentum eine Religion für ein bestimmtes Volk, Bani Esrael ist; der Zarathustrismus hatte kein bestimmtes Volk vor Augen, obwohl damals die Arier ein bestimmtes Volk dafür hätten sein können. Die Lehre Zarathustras sprach die Menschheit an, mit gutem Recht, weil alle Menschen auf der ganzen Welt seine Lehren leicht verstehen, unabhängig von ihrer Kulturzugehörigkeit.

Die drei Nomadenreligionen, das Judentum, das Christentum und der Islam sind so genannte Blutsverwandte. Das Christentum baute sich auf dem Judentum auf, und der Islam baute sich auf beide Religionen auf.
Für die simple Erklärung gibt es zahlreiche wissenschaftliche Belege. Der Grund für die enorme Verbreitung dieser drei Religionen ist in der Tatsache zu suchen, dass diese Verwandtschaft ihnen, unabhängig voneinander, eine deutliche Stabilität verliehen hat und alle drei Religionen aneinander gekettet hat.

Bei der zarathustrischen Lehre gab es aufgrund des tief verwurzelten Liberalismus die strenge ernsthafte Forderung an den Menschen, selbstständig zu wählen. Es gab keinen Missionsdrang und keine Bekehrungspflicht. Ein anderer wichtiger unterschied besteht darin, dass es bei Moses (so wie auch bei Buddha) eine enge Verbindung zwischen Leben, Werk, Legende und prophetischen Nachfolgern gibt.
Dabei ist trotz intensiver Forschung die Lebensgeschichte von der Legende nicht zu trennen. Realität und Märchen sind im Volk und Volksmentalität mit einander verflochten. Sie wurden Teil des Judentums. Auch die Nachfolger Moses haben ihre eigenen Werke hinzugefügt und die Verbindung zwischen der erwähnten Realität und Märchen weiter gefestigt.

Zarathustra hatte keinen Daniel, Jeremias und keinen Hesekiel, der seine Lehre weitergegeben hat und auf dem jeweiligen Zeitgeist übersetzt oder leicht umgeformt hätte. Sowohl die mühsam zu bewältigende Bergwelt Irans als auch der hartnäckige Individualismus der iranischen Volksstämme , waren weiter Hinderungsgründe, warum die zarathustrische Lehre sich nicht so verbreitet hat. Erst in der Sassanidenzeit wurde die zarathustrische Lehre als Religion anerkannt und im damaligen Iran zur Quasi-Staatsreligion erklärt.

Die arabisch-islamische Invasion war die einzige antikulturelle Ursache dafür, dass die Zarathustrier in den Untergrund gingen oder nach Indien auswanderten, da sie als “nicht gläubige” und “Feueranbeter” verfolgt und unterdrückt wurden.Viele Zarathustrier wurden zwangsislamisiert oder ermordet.

 

 

Mit wenig Veränderung von : Dr. A. Madjderey , zarathustra.ch

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